Der Blanksee
Anglerparadies und Badesee
Der Blanksee liegt nordwestlich von Klein Pankow.
Alle Seen im Moostertal sind aus dem am Ende der Eiszeit abtauenden Gletscher entstanden. Als der große Moostersee zwischen Buchholz und Sonnenberg die Hügelkette durchbrach und durch die heutige Elde Richtung Lewitz abfloss, sind mehrere kleine Seen verblieben. Das angrenzende Wüstemoor ist ursprünglich Teil des Sees und entstand durch Verlandungsprozesse.
Der Blanksee erstreckt sich über eine Fläche von 18,4 Hektar. Seine Länge beträgt 660 Meter, die Breite 390 Meter. Es wird eine Wassertiefe bis zum 2,5 Meter erreicht. Der See liegt in einer Höhe von 34 Meter über NN.
Seinen Zulauf erhält der See von Süden durch den Basnisbach und die das Wüstemoor entwässernde Wasenbäk. In nördliche Richtung fließt das Wasser in Richtung Gehlsbach ab.
Die südliche Hälfte des Blanksees ist Bestandteil des Naturschutzgebietes Wüstemoor. Im Norden grenzt das Naturschutzgebiet Gehlsbachtal an.
Um den See führt teilweise ein sehr schöner 3,2 Kilometer langer Waldweg. Es gibt von allen Seiten Zugänge zum See und auch kleine Angelstege, die zum Verweilen einladen.
Er ist ein beliebtes Ziel für Angler, da er der einzige See in der Umgebung ist, der mit Booten befahren werden darf. Aal, Barsch, Hecht und Schlei sind hier heimisch. Im Blanksee und seiner Uferregion findet man die Gelbe Teichrose, die Teichlinse, die Kohldistel und die Uferzaunwinde.
Durch das nördlich gelegene Naturschutzgebiet Niedermühle fließt der von Osten kommende Gehlsbach, der selbst ein Kleinod der Natur darstellt.
An der Nordseite des Sees befand sich ein Kinder- und Betriebsferienlager.
Nordöstlich des Sees entstand 2003 ein Campingplatz. Der Campingplatz verfügt über einen 40 Meter langen Badestrand mit Liegewiese und Steg. Durch die großen Bäume sind ausreichend auch schattige Plätze vorhanden. Für die Badestelle ist ein Eintritt zu entrichten.
Geschichte:
"1468 geht die Mühle zu Pankow mit allem Zubehör auf ewige Zeiten von Diederich von Plessen an den mecklenburgischen Herzog Heinrich über, damit ersterer seine Freiheit wiedererlangt." So lautet ein Teil einer Urkunde im Mecklenburgischen Landeshauptarchiv. Als Ritter beteiligte sich von Plessen an den regen Räubereien jeder Zeit. Dazu gehörte auch ein Überfall als Gefolgsmann des brandenburgischen Markgrafen Friedrich auf Bürger aus Rostock und Wittstock. Dieser Angriff ging aber böse für den streitlustigen Ritter aus, denn er geriet in Gefangenschaft der Mecklenburger. Durch Vermittlung des Schweriner Bischofs Vidimus konnte sich Diederich von Plessen für 900 rheinische Gulden und die Übergabe der Mühle zu Pankow mit allem Zubehör freikaufen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Blanksee zum Zubehör gehörte. So gelangten Mühle und Blanksee nach Mecklenburg, während Klein Pankow brandenburisch blieb.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein wurde der Wasserstand des Blanksees durch Mühlenstaue beeinflusst. In DDR-Zeiten wurde Wasser zur Beregnung umliegender Felder aus dem See entnommen. Ein 1973 erbautes Schöpfwerk, das Niedermorrflächen entwässerte und an den See grenzende Flächen als Intensivgrünland nutzbar machte, wurde 1993 außer Betrieb genommen.
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