Schleuse Neuburg

In der Nähe des schönen Ufercamps Neuburg

Die Schleuse Neuburg liegt an der Elde, die mit rund 210 Kilometern der längste Fluss Mecklenburg-Vorpommerns ist. Der Abschnitt zwischen Plau am See und Dömitz, an dem sich die Schleuse Neuburg befindet, wird als Müritz-Elde-Wasserstraße bezeichnet. Die Schiffsschleusenanlage Neuburg wurde in den 30er Jahren im Rahmen der Regulierung der Elde bei Neuburg (Errichtung der Müritz-Elde-Wasserstraße) erbaut. An der Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW) gibt es insgesamt 17 Schleusenanlagen, die den Höhenunterschied von der Elbe bis zur Müritz überwinden. 

Diese Schleusen, die teilweise als Selbstbedienungsschleusen betrieben werden, ermöglichen so die Schiffbarkeit der rund 180 Kilometer langen Wasserstraße für Sport- und Freizeitschifffahrt.

Die Hauptfunktion der Schleuse ist es, den Höhenunterschied im Flusslauf der Elde auszugleichen und so die Schiffbarkeit für Fahrzeuge zu gewährleisten. Heute wird die Schleuse Neuburg als Selbstbedienungsschleuse betrieben. Sie befindet sich bei Kilometer 83,3 der Wasserstraße. Die Größe der Hafen- und Schleusenanlage beträgt 142 Quadratmeter. Die Schleuse Neuburg liegt gut 1 km nordöstlich des Ortes Neuburg

 

Text vom Wasser – und Schifffahrtsamt Lauenburg, Herr Schmiedel:

Die Müritz – Elde – Wasserstraße wurde in den Jahren 1831 – 1836 mit den Schleusen Plau – Kuppentin, Fahrenhorst. Lübz, Burow und Parchim für die Schifffahrt befahrbar gemacht. 1866 erfolgte die Herstellung des Judengrabens mit einer Länge von 0,7 km, anstelle einer 2 km langen Flussschleife, im Bereich Neuburg.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Ausbau der Elde für die Schifffahrt mit Saale-Maß-Känen (400 t, 1,40 Tiefgang). Baumaßnahmen waren unter anderem, die Umkanalisierung der Elde im Raum Neuburg durch Anlage von Durchstichen und Beseitigung zu starker Krümmungen. Dadurch verkürzte sich die alte Lauflänge des Flusses um ca.6 km. 1935 wurden diese Bauarbeiten abgeschlossen.
Im Laufe der Jahre wurden folgende Schleusen – an der Müritz – Elde – Wasserstraße- neu errichtet bzw. neu gestaltet.: Bobzin (1924), Barkow (1926), Lübz (1930), Neuburg (1933), Garwitz (1935), Parchim (1936) und Lewitz (1940).
In den Jahren von 1933 bis 1935 entstand die Schleuse Neuburg mit einem neuen Oberkanal von 4,4 km und einem neuen Unterkanal von ca. 0,5 km. Der Oberkanal geht ca 500 m oberhalb der Hildebrandbrücke in den ursprünglichen Flusslauf über.
Die Schleuse weist eine Länge von 57,55 m und eine Breite von 6,60 m auf. Diese Maße ermöglichen Wasserfahrzeugen mit einer maximalen Länge von 41,50 m und einer maximalen Breite von 5,20 m die Durchfahrt.
Mit der Schleusung überwindet man eine Höhendifferenz von 3,80 m.
Von Dezember 1999 bis Ende März 2000 erfolgte die Instandsetzung der Schleusenkammer. In einer Saison werden durchschnittlich 5000 Schleusungen vorgenommen.
In der Hauptsaison (April bis Ende September) wird von 9.00 – 20.00 Uhr, in der Nebensaison (Oktober bis Ende November) von 9.00 – 16.00 Uhr geschleust.

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